Aktuelle Betrachtungen

28. Januar 2021
 

Ein Aspekt des Schöpfungsmythos’ mit den Augen des 21. Jahrhunderts betrachtet

 
Der Schöpfer hat den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen, heißt es im Alten Testament. Es stellt sich die Frage, warum dann das dabei herausgekommen ist, was herausgekommen ist!?
 
Weder für die Aussage des ersten Satzes noch für die Beantwortung der gestellten Frage gibt es irgendwelche naturwissenschaftlich plausiblen Begründungen. Mit naturwissenschaftlichen Argumentationen lässt sich hier keine Klarheit schaffen.
 
Angelus Silesius hat geschrieben: „Nur die Höhe des Menschen ist der Mensch!“ Damit ließe sich vielleicht erklären, warum der in dieser irdischen Welt lebende Mensch offensichtlich doch nicht so sehr seinem Schöpfer zu gleichen scheint. Da erhebt sich die Frage, warum ein – gemäß Bibel – allmächtiger Schöpfer es nicht fertigbringt, Geschöpfe, Menschen, zu „designen“, die dem Anspruch der Bibel genügen – nämlich Abbilder von ihm zu sein, d.h. quasi zumindest „kleine“ Gottheiten geschaffen zu haben?
 
Die Bibel verwendet aus gutem Grunde „Bilder“- Metaphern – um Sachverhalte zu beschreiben, die sich sonst schwer in Worte fassen lassen. Ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte. In diesem Sinne soll die folgende Metapher eine zeitgemäße Erklärung dafür liefern, warum das mit den Menschen so ist, wie es ist:
Der Schöpfer hat Blaupausen geschaffen, nicht im 2D-Format sondern als Hologramme. Wir können sie mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen. Es gibt so viele verschiedene Hologramme, wie es Menschen gibt. Diese Hologramme sind – dank ihrer Göttlichkeit – in der Lage, sich in der materiellen Ebene Körper aus bzw. mit Fleisch und Blut zu erschaffen. Das sind dann wir Menschen.
 
Betrachten wir diesen Körper als „hard ware“, wobei der Körper den Funktionsbereich einer Art Roboter und das Gehirn eines steuernden Computers einnehmen könnte. Die Software dieses Computers befindet sich teilweise innerhalb und auch außerhalb dieses Roboter-Körpers, eben teilweise auch außerhalb der Computer-Elektronik. Diesen letzteren Teil Software nennen wir „Geist“.
 
Der Trick an diesem Geschöpf sind zwei wichtige Features: Die Software ist „selbstlernend“ und sie hat einen „freien Willen“. Natürlich ist die Computersoftware mit „Basisprogrammen“ ausgestattet, um diesem Roboter-Geschöpf zu ermöglichen, physisch in seiner materiellen Umwelt zurechtzukommen.
Der Schöpfer hat aber Größeres vor, als lediglich ein Geschöpf zu kreieren, das in dem vorhandenen Umfeld existieren und sich auch vervielfachen kann. Er wünscht sich an seiner Seite Helfer, die ihn beim weiteren Ausbau der schon vorhandenen Schöpfung unterstützen. Und in diesem Punkt scheint er ein ganz spezielles Projekt zu verfolgen.
 
Es scheint ihm nicht darum zu gehen, banale Handlanger zur Seite zu haben, sondern Wesen, die sein Schöpfungsprinzip verstanden und verinnerlicht haben… und nochmals: verstanden und verinnerlicht haben! Das ist essentiell, denn an der Seite des Schöpfers „Mit-Schöpfer“ zu sein, bedeutet eine ungeheure Verantwortung mitzutragen!
 
Wegen der außerordentlichen Bedeutung sei das hier noch etwas erweitert ausgeführt: Ein Handlanger ist gemäß Anweisung tätig – er ist gleichsam ein Sklave. „Mit-Schöpfer“ zu sein, ist etwas ganz Anderes. Das bedeutet, verstanden zu haben, nach welchen Prinzipien die Schöpfung „gebaut“ ist… und es bedeutet, sich unbedingt – aus innerem Wissen – an dieses „Konstruktionsprinzip“ zu halten… unter allen Umständen!
 
Der besondere Knackpunkt ist der „freie Wille“, den der Schöpfer seinen Geschöpfen gewährt, denn das bedeutet, dass sie ihr Leben nicht nur im Einklang mit ihm, mit seinen Schöpfungsprinzipien, einrichten können, sondern auch völlig entgegengesetzt! Sie sind nicht gezwungen, friedfertig und harmonisch zu sein. Sie dürfen auch streiten, betrügen, morden.
 
Es gibt einen kleinen Haken dabei: Die gesamte Schöpfung ist nach einem einheitlichen Schöpfungsprinzip angelegt. Sie ist harmonisch, in Liebe (Agape). In diesem Modus lebt es sich – in direktem Kontakt zum Schöpfer – mühelos, kraftsparend, weil das ein Sein im Einklang mit dem Schöpfungsprinzip ist. Ja, jeder kann davon abweichen, ist dann aber eben nicht mehr im Einklang… und das Leben wird mühevoll und anstrengend.
 
Der Schöpfer hat ein umfangreiches Schulungsprogramm eingerichtet, um die Aspiranten in allen Disziplinen zu trainieren und „auf Herz und Nieren“ zu prüfen, um sicherzugehen, dass sie auch tatsächlich zuverlässige Mit-Schöpfer sein werden. Dieses Schulungsprogramm nennt sich „Leben“. Ein Schulungsort dafür ist die Erde.
 
Die einzelnen Lehrgänge können fast beliebig wiederholt werden. So ein Lehrgang wird als „Leben“ bezeichnet. Den Vorgang der Aneinanderreihung von Leben nennt man „Reinkarnation“.
 
Dieses ganze Ausbildungsprogramm wird individuell zusammengestellt. In gewissem Umfang können die Lebensströme bei der Gestaltung mitwirken. Die Länge des gesamten Ausbildungszeitraumes kann sehr unterschiedlich ausfallen.
 
Essentiell ist, um es hier abschließend zu wiederholen, hundertprozentiges Verständnis für das Prinzip und ebensolche Identifikation mit dem Prinzip der Schöpfung und die umfassende Identifikation mit dem Eins-Sein mit dem Schöpfer. Angesichts der Bedeutung wird das im Laufe der Schulungsprogramme immer wieder geprüft! Wir sind uns nicht immer darüber bewusst, wenn wir uns in solch einer Prüfungsphase befinden, die – häufig als „Versuchung“ verkleidet – uns gegenübertritt. In diesem Sinne macht die Bitte „…und führe uns in der Versuchung!“ einen tiefen Sinn.
 
Ja, der Anspruch ist hoch! Aber der einzelne „Lebensstrom“ kann sich ja Zeit lassen und den „Lernstoff“ in beliebig vielen Inkarnationen vertiefen.
 
 
10. Januar 2021
 

Was eine hängen gebliebene Schallplatte mit Ihren Gefühlen und Erfahrungen in Ihrem Leben zu tun hat

 
Fragen Sie sich auch immer öfter, warum die Menschen um Sie herum so unterschiedlich auf das reagieren, was sie gerade jetzt in diesen Zeiten erfahren? Warum scheinen manche Menschen friedlich in sich zu ruhen, ja, eine positive Ausstrahlung zu haben und man hat ein gutes Gefühl, wenn man ihnen begegnet – gerade jetzt, wo doch alles immer düsterer zu werden scheint? Und warum können sich andere Menschen kaum noch zu irgend etwas aufraffen, jeder Tag wirkt bleischwer, viele Themen machen ihnen richtig Angst und sie wissen nicht wirklich warum das so ist und wie sie da wieder raus kommen? Manchmal gibt es eine leise Ahnung einer gefühlsmäßigen Erinnerung an etwas, was sie nicht wirklich spüren, geschweige denn in Worte fassen können – und doch ist es sehr präsent.
 
Da könnte es sein, dass ihre Schallplatte an einer bestimmten Stelle hängen geblieben ist. Jetzt fragen Sie sich vielleicht, was das mit einer Schallplatte zu tun haben soll.
 
Wir alle haben mehr oder weniger prägende Erfahrungen in unserem frühkindlichen (Er)Leben, in der Teenie-Zeit oder auch in früheren Inkarnationen gemacht. Vielleicht war es von Außen betrachtet gar nicht so bemerkenswert, was uns da widerfahren ist, und doch hat es uns stark geprägt, es ist als Erinnerung in uns verhaftet geblieben, weil wir in der entsprechenden Situation keine Möglichkeit hatten, das Erlebte zu verarbeiten. Manchmal haben wir vielleicht auch Situationen erlebt, die schlimmer für uns waren, wir einen Schock erlitten, einen tiefen Verlust erlebt oder eine länger anhaltende unerträgliche Lebenssituation durchlebt haben, die wir nicht verarbeiten konnten und sie so in unser Unterbewusstsein verdrängt haben. So kann es passiert sein, dass Ihre Schallplatte genau in diesem Moment hängen geblieben ist. Die Musik konnte an dieser Stelle nicht mehr weiterspielen und so spielt sie bis heute genau diese Töne – immer und immer und immer wieder.
 
Dies haben wir bisher gar nicht wirklich gemerkt und es hat uns bisher auch nicht so sehr spürbar daran gehindert, unser Leben soweit zufrieden zu leben. Vielleicht war da ab und zu eine Ahnung, dass es etwas ganz tief da drin gibt, was sich irgendwie nicht so gut anfühlt, aber es hat ja auch nicht so wirklich gestört. Vielleicht haben wir immer mal wieder in unserem Leben Situationen erfahren, die nicht so gut gelaufen sind und wir haben uns schon gefragt, warum uns immer wieder sehr ähnliche Dinge passieren. Na ja, war halt so, Zufall oder Schicksal, das Leben ist halt so……….
 
In diesen Zeiten ist es plötzlich anders, da kommen auf einmal Gefühle hoch, die wir nicht einordnen können, Gedanken, die wir von uns so nicht kennen. Wir machen in unserem persönlichen und beruflichen Umfeld plötzlich die Erfahrung, dass Leben nicht mehr so funktioniert wie vorher, sich vertraute Menschen so verändern, dass wir uns wundern, was denn plötzlich mit denen los ist – oder mit uns. Das kann schon sehr belasten. Da stellt sich die Frage, was machen wir damit. Unser Leben fühlt sich so an, als wäre alles aus den Fugen geraten, wie ein Lebenskleiderschrank, aus der sich der gesamte Inhalt auf dem Boden davor chaotisch aufeinander stapelt und wir ratlos davor stehen, uns am Kopf kratzen und uns fragen, wie wir dieses Lebensdurcheinander nun wieder ordnen sollen.
 
Hier kommt nun wieder die Schallplatte ins Spiel! Stellen Sie sich vor, Sie nehmen jedes Teil in die Hand, betrachten es von allen Seiten, fragen sich, wo dies überhaupt her kommt, wie es in Ihren Kleiderschrank geraten ist, was sie mit diesem Teil erlebt haben, ob sie es jetzt noch brauchen oder ob sie es behalten und es wieder fein säuberlich zurück in den ausgewaschenen und von Spinnweben befreiten Kleiderschrank legen wollen. Da können dann Teile dabei sein, die uns wieder erinnern, manchmal auch ganz unbewusst. Erinnern an eine Situation, die wir mal erlebt haben, die wir ganz vergessen hatten, die uns tief geprägt hat und die uns bis heute noch in unseren Gedanken und Gefühlen steuert – ganz unbewusst. Plötzlich ist die Situation wieder da, nebulös, als eine schwache Erinnerung, sehr klar……. und wir spüren, ja, das macht immer noch etwas mit uns. Hier könnte die Schallplatte Ihres Lebens in einer Rille hängen geblieben sein und nach Jahrzehnten bis in diesen Moment noch immer die gleiche Melodie spielen, in Dauerschleife. Die aktuelle Zeitqualität bringt uns diese Momente wieder zurück in unser Bewusstsein. Ihre Lebensmelodie möchte weiterspielen und so zeigt uns das Leben Situationen, die uns daran erinnern wollen.
 
Was machen Sie jetzt damit, wenn Sie vor Ihrem Lebenskleiderschrank stehen, das spezielle Teil in der Hand haben und sich fragen, welche Zukunft dieses Teil haben soll?
 
Wenn Sie Lust haben, stöbern wir gemeinsam in dem Durcheinander vor Ihrem Lebenskleiderschrank und entdecken gemeinsam mit Ihnen die Teile, die Ihnen aufzeigen wollen, an welcher Stelle Ihr Leben in eine neue Rille Ihrer Schallplatte springen möchte, damit Ihre Lebensmusik weiterspielen kann.
 
 
08. November 2020
 

Hat „Bewusstsein“ Nutzen?

 
Warum sollte man sich mit solchen Überlegungen, wie das „Bewusstsein entwickeln“ beschäftigen? Das ist doch brotlos! Darauf kann man mit einem Bibelzitat (Lukasevangelium) antworten: „Der Mensch lebt nicht allein vom Brot, sondern von einem jeglichen Wort Gottes.“ Buchstabengetreue Auslegung oder sinngemäße, das ist hier die Frage… oder doch nicht?
 
Begreifen wir „Brot“ als Metapher für unsere materielle Lebensgrundlage wie Essen und Trinken und Behausung und das „Wort Gottes“ als Gleichnis für „Sinn des Lebens“, dann wird dieses Bibelzitat auch modernen Zeitgenossen verständlich. Es gibt schon eine ganze Menge Menschen, die verstanden haben, dass wir nackt auf die Erde gekommen sind und auch mehr oder weniger nackt wieder gehen. Das, was uns ausmacht, ist nicht die materielle Fülle, die wir in unserem Erdenleben angehäuft haben, sondern die Tiefe unseres Bewusstseins, das wir uns erworben haben.
 
 

Gehirnwindungen zuschmieren

 
Das Gros der Medien, einschließlich social media, zielt darauf ab, den Lesern, Zuhörern bzw. Zuschauern die „Gehirnwindungen zuzuschmieren“, um es mal überdeutlich zu formulieren, denn bei den beherrschenden Medien ist kaum erkennbar, dass es denen wirklich um umfassend informierte und aufgeklärte Menschen geht. Da geht es um „Meinungsmache“.
 
Ein „klares Bewusstsein“ in Verbindung mit einer guten Allgemeinbildung ist ein optimaler Pfadfinder durch den Wust der Informations-Irrlichter und fake news. Aber, wer engagiert sich dafür?
 
Und nochmals zurück zu dem Einwurf „ist doch brotlos“: Die meisten Menschen leben, als wären sie auf „Autopilot“ geschaltet, ihr Leben gemäß dem, was ihnen in ihrer Kindheit, Schulzeit und Berufsausbildungszeit auf die unterschiedlichsten Weisen vermittelt wurde – ohne darüber nachzudenken, was für ein Leben sie da führen.
 
Es wird ihnen über die Medien eingehämmert, was ihnen zu gefallen hat, was „mann/frau“ haben müsste, um „jemand“ zu sein! Erstaunlicherweise steigt der Bevölkerungsanteil Kranker, Depressionen nehmen in den letzten Jahrzehnten zu – statt dass der Anteil Glücklicher wächst…
 
Sie, liebe*r Leser*in haben eine Chance, den Grad Ihrer Bewusstheit zu steigern, um ein selbstbestimmteres Leben zu führen. Hier – bei Mental Empowerment!